Wir schreiben das Jahr…

… 2552 in Thailand. Dazu habe ich heute einen netten Artikel im Bangkok News-Blog gelesen. Zum einen erinnerte er mich an die tolle Serie „Raumschiff Enterprise„, zum anderen hat mich der Artikel daran erinnert, dass ich schon immer mal einen Hinweis zu dem in Thailand gebräuchlichen Kalender schreiben wollte.

In Thailand gilt nämlich (eigentlich) nicht unser westlicher, Gregorianischer Kalender, sondern der Chantarakati-Kalender. Zwar ist dies auch ein Solarkalender, jedoch mit anderen Jahreszahlen als bei uns. Doch der Reihe nach.

Kalender in Thailand – Enwicklung

Ursprünglich galt in Thailand ein Lunarkalender, der sogenannte Suriyakati-Kalender, der bis 1889 in Gebrauch war. Bei der Abschaffung dieses Kalenders durch König Culalongkorn wurde der Jahresbeginn auf den 01. April festgelegt. Das traditionelle thailändische Neujahrsfest, Songkran, wird ja auch heute noch im April gefeiert. Seit 1941 beginnt auch in Thailand das Jahr am 01. Januar.

Wann beginnt die Zeitrechnung?

Der Kalender beginnt mit der Buddhistischen Zeitrechnung oder Buddhasakarat oder Buddhist Era. Diese beginnt mit dem Todesjahr von Buddha, das im Jahr 543 v. Chr. liegt. Mit anderen Worten: Um das thailändische Jahr herauszubekommen, addiert man einfach 543 zu unserer Jahreszahl, also jetzt 2009 + 543 = 2552. Um von der thailändischen Jahreszahl auf unsere Jahreszahl zu kommen, zieht man einfach 543 ab. Ganz einfach eigentlich. 😉

Unsere Zeitrechnung heisst in Thailand übrigens Kritsakarat, doch im Gegensatz zu Laos hat man ausser dem Jahresbeginn diese nicht übernommen. Allerdings wird im täglichen Gebrauch, insbesondere im internationalen Geschäftswesen, immer mehr unsere Jahreszahl verwendet. Auch die lokal erscheinenden englischsprachigen Zeitungen verwenden ausschliesslich unsere Jahreszahl.

Soviel dazu. Ihr müsst Euch also beim nächsten Besuch in Thailand nicht wundern, was diese merkwürdige Zahl zu bedeuten hat. Und jetzt:

Beam me to Thailand, Scotty! 🙂

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1 Kommentar on Unendliche Weiten… ;-)

  1. Andy sagt:

    Der alte lunisolare Kalender ist übrigens noch nicht ganz tot, denn die buddhistischen Feiertage wie zum Beispiel Loy Krathong werden weiterhin anhand dieses Kalenders berechnet, weswegen die dann scheinbar im normalen Kalender auf wechselnde Tage fallen.

    Der lunisolare Kalender ist ziemlich interessant (oder anders gesagt kompliziert), ähnlich dem chinesischen oder dem jüdischen Kalender gibt es einen Schaltmonat, also Jahre mit 13 Monaten. Und zusätzlich haben die einzelnen Monate unterschiedliche Längen, da der Mond ja im Schnitt 29.5 Tage für einen Zyklus braucht.

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